Siros Geschichte


Frühling 2010

Im Sommer 2008 wurde Siro die Sphinkterdysplasie operiert. Da sein Chirurg in Winterthur als Belegsarzt arbeitet haben wir ihn dort operieren lassen.
Glücklicherweise wohnt meine Schwester mit ihrem Mann dort und ich wurde während den fünf Tagen mit feinem Essen verwöhnt, unterhalten und entlastet. Als ich das Auto kurz umparken wollte schaute meine Schwester zu ihm, dummerweise zog er sich genau dann die Infusion…entsprechend tönte es und war unübersehbar als ich wieder zurück kam ; )…
Die OP verlief gut, allerdings war die Zeit danach sehr intensiv!! Drei mal täglich einen Einlauf damit die Naht gut heilen konnte war sehr aufwändig. Zum Glück machte Siro so gut mit, vermutlich spürte er da, dass es ihm gut tat?
Als für ihn die Schule wieder begann hatte er neue Lehrerinnen, eine neue Klasse und ein neues Schulzimmer. Zusätzlich zum verarbeiten der OP kamen noch so viele neue Aspekte dazu. Er war völlig überfordert und zeigte es die nächsten paar Monate in der Schule mit schreien, weinen und Tobsuchtanfällen, was wir so nicht von ihm kannten. Bioresonanz und Ostheopathie halfen ihm sehr sich wieder zu orientieren.
Wir sind immer noch am WC Training, allerdings kann man sich nicht auf ihn verlassen. Der Aufwand steht in keinem Verhältnis mit dem Ertrag, hoffen wir dass er es irgendwann noch lernt : )!
Siro spricht viel, allerdings immer die gleichen Wörter. Manchmal klappt es bereits mit drei Wortsätzen.
Siro holt sich sehr viel Aufmerksamkeit von seinem Umfeld. Er kann sich nur kurze Zeit selber beschäftigen.
Am liebsten durchblättert und zerknautscht er (neue !) Kataloge und hört Musik und den "Chasperli". Im Sommer sitzt er sehr viel auf der Schaukel, spielt mit Sand und Wasser. Der Winter ist definitiv nicht seine Jahreszeit!
Bis im Winter 2009 lief alles im normalen Rahmen weiter.
Im Dezember 09 hatte er seit acht Jahren wieder zwei grosse Anfälle. Dies brachte uns ziemlich aus dem Gleichgewicht. Allerdings musste ich (Mutter) zu diesem Zeitpunkt in den Spital und wir vermuten, dass er das irgendwie spürte.
Jedenfalls hoffen wir, dass es nur daran lag!
Wir sind gespannt wie er sich weiterentwickelt.

Liebe Grüsse Flavia Kälin

 

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